Der Preis der Unabhängigkeit für Freelancer
7. Juli 2011 von Felix WunderwaldDie Nachfrage an Freelancern, also freien Mitarbeitern und Selbstständigen die ihre beruflichen Erfahrungen und ihre Arbeitszeit anbieten, wächst stetig an. Besonders gefragt sind hoch qualifizierte Freelancer aus dem Bereich Software-Entwicklung, Programmierung und Webdesign. Gerade im World Wide Web ist es möglich als Freelancer für Unternehmen weltweit tätig zu werden, dank der vielen Kommunikationsmöglichkeiten die das Internet bietet.
Besonders geschätzt wird von Freelancern die Möglichkeit sich die Zeit selbst einteilen und gestalten zu können sowie die Wahl zu haben, von zuhause oder einem anderen beliebigen Ort arbeiten zu können.
Sie können zudem für mehrere Unternehmen gleichzeitig tätig werden und bleiben beruflich unabhängig. Ein Nachteil für Freelancer besteht jedoch in der Abhängigkeit von der Konjunktur, allerdings gibt es auch bei anderen Beschäftigungsformen keine Garantie, dass man in schlechten wirtschaftlichen Zeiten Arbeit hat oder auch Arbeit findet.
Jedoch müssen sich Freelancer als Preis für die Unabhängigkeit selbst versichern, für den Krankheitsfall, die Alternsvorsorge und ebenso notwendig ist auch eine Berufshaftpflicht.
Speziell Webdesigner können sich als selbstständige Künstler anmelden und Abgaben an die Künstlersozialkasse zahlen. Die KSK bietet anschließend sozialen Schutz im Bereich Renten-, Kranken und Pflegeversicherung. Der Webdesigner zahlt die Hälfte der Versicherungsbeiträge, der andere Teil wird von der Künstlersozialkasse übernommen. So besteht die Möglichkeit, die Risiken, die eine Selbstständigkeit mit sich bringt, zu verringern.
Die Bezahlung der Arbeitsleistung wird von den Auftraggebern in Form eines vertraglich vereinbarten Entgeltes beglichen. Demnach können Sie pro Stunde oder auch pauschal bezahlt werden. Im Zuge dessen muss der Freelancer sich überlegen, was seine Arbeit wert ist und wie viel Honorar angemessen ist, für die geleistet Arbeit und die erbrachte Leistung. Sie sollten sich nicht unter Wert verkaufen und nicht niedrige Kampfpreise anbieten – denn gute Arbeit sollte ehrlich und gerecht bezahlt werden.
Bei entsprechender Auftragslage, kann der Freelancer erheblich mehr verdienen als viele Festangestellte in derselben Branche.
Jedoch kommen noch zusätzliche Aufgaben auf den Freelancer zu, wie etwa das Schreiben von Rechnungen, das Prüfen von Verträgen und andere administrative und organisatorische Aufgaben.
Doch wie kommt man als Freelancer im Bereich Webdesign an Aufträge? Vor dem Start in die Selbstständigkeit sollte der Webdesigner sich eine digitale Visitenkarte erstellen, sprich eine eigene Webseite, zudem werden Profile in sozialen Netzwerken (Facebook, Twitter, Xing oder Linkedin) immer wichtiger. Jedoch reicht die Präsenz im Internet meist nicht aus, zusätzlich sollte viel Zeit für die Akquise eingeplant werden.
Ein anderer Weg für selbstständige Webdesigner um Aufträge zu bekommen, sind Online-Vermittlungsplattformen, wie beispielsweise die Projektplattform twago. Dort werden hochqualifizierte Freelancer aus den Bereichen Web & Programmierung sowie Medien & Design sowie Unternehmensservices an Unternehmen zur Realisierung von einzelnen Projekten vermittelt.
Freelancing wird als das Arbeitsmodell des 21. Jahrhunderts angesehen und das merkt man auch an den profitierenden Branchen. So ist abzusehen, dass in ein paar Jahrzehnten das Beschäftigungsverhältnis des Freelancers populärer sein könnte, als die klassische Festanstellung.


